Kameras und Objektive für die Hochzeitsfotografie

Sind wir doch mal ehrlich. Kameras und Objektive sind nur Werkzeuge. Trotzdem kann es interessant sein, mal zu schauen, welche Werkzeuge man eigentlich häufig nutzt.
Ein Blick auf die 2016er Fotos in meinem Lightroom-Katalog schafft Klarheit.

Zahlen, Daten, Fakten - für alle die es wissen wollen:
Die Daten von knapp 70.000 Fotos - hauptsächlich von Hochzeiten - verraten, welche Kameras und Objektive wie oft zum Einsatz kamen (und welche offensichtlich nicht). 

Die Kameras für Hochzeitsfotografie 2016Kameras in der Hochzeitsfotografie - Brautrausch 2016

Bei den Kameras ist's sehr übersichtlich. Direkt nach Erscheinen der Olympus PEN-F Anfang letztens Jahres sind zwei davon bei mir eingezogen. Die haben den Job von zwei E-M5 MkII übernommen und sind seitdem Hauptkameras auf allen Hochzeiten. Eine Olympus E-M5 MkII ist noch als Backup dabei, aber eigentlich seit Mitte März 2016 arbeitslos. Der Anteil der alten E-M5 in der Statistik hat folgenden Hintergrund: Seit 2012 waren drei davon auf allen Hochzeiten dabei. Den Arbeitstieren von damals, mit zum Teil 6stelligen Auslösungen, ist trotzdem keine Ruhe gegönnt - sie arbeiten heute im Photobooth. 

Wie passt jetzt aber die PEN-F ins Hochzeitsbusiness? Bestens!
Nein im Ernst. Gerade bei der kreativen Arbeit hat man ja so seine Vorlieben was die Werkzeuge betrifft. Und daher gibt's neben den technischen Daten auch mal andere Faktoren die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. So auch bei den beiden PENs - die sind einfach schön!

Deshalb geht es auch 2017 mit den PENs weiter. Aktuell teste ich parallel eine E-M1 MkII - ein tolles Gerät und unsagbar reaktionsschnell. Aber es kommt einfach nicht die gleiche Sympathie auf wie bei der PEN-F. Mal schauen was die Zukunft bringt.

Die Objektive für Hochzeitsfotografie 2016

Objektive in der Hochzeitsfotografie - Brautrausch 2016Bei den Objektiven wird das ganze umfangreicher. Wobei, eigentlich auch nicht. Die Liste ist zwar länger, aber im wesentlichen sind es drei bis vier Objektive, von denen ich nicht zu trennen bin:

#1 das Panasonic Leica DG Nocticron 42.5mm f1.2 - vom Bildwinkel her eine klassische Portraitlinse (entspricht 85mm am KB-Sensor), schneller AF, knackscharf und sahniges Bokeh - mit Abstand meine Nummer 1 und an einer Kamera das "Immerdrauf"-Objektiv.

#2 und gerne zeitgleich auf der zweiten Kamera: Das Olympus 17mm f1.8 - ohne klangvollen Namen, aber schnell, scharf, kompakt - eine prima Reportagebrennweite (entspricht 34mm am KB-Sensor), aber auch für knackscharfe Nahaufnahmen gut geeignet. Das 17er ist außedem ein toller Teamplayer zum 42,5er. Gerne kommen beide auch mal zeitgleich zum Einsatz - beim Ringtausch oder beim ersten Kuss wird dann oft beidhändig fotografiert.

Eigentlich ist die Liste damit schon fast komplett, denn "notwendig" sind andere Brennweiten auf Hochzeiten kaum. Für eine runde Geschichte reichen die beiden völlig aus. Aber die Würze kommt wie immer von den Extras.

#3 zum Beispiel vom Olympus 7-14mm f2.8. Das 7-14er ist ein wahnsinnig gut korrigiertes Ultraweitwinkel (entspricht 14-28mm am KB-Sensor), nicht das schnellste seiner Art, aber ebenfalls knackscharf und mit wunderschönen geraden Linien. Die gute Korrektur ist es allerdings, die es auch ziemlich gewöhnungsbedürftig macht. Wie alle gut korrigierten Weitwinkel werden Flächen zugunsten gerader Linien je nach Bildkomposition stark verzerrt. Menschen am Bildrand sind für derartige Bilder meist wenig dankbar, weshalb man darauf achten sollte, Köpfe und sonstige Körperteile vom Rand fernzuhalten oder abzuschneiden - Stichwort Riiiiesenkopf. Bei weniger gut korrigierten Weitwinkeln (z.B. das 9-18mm) fällt das weniger auf - sie verzeihen mehr Fehler bei der Bildkomposition eher. Das extreme Gegenteil sogar ist beim einem Fisheye der Fall, da passen Flächen recht gut, Linien (und Menschen) sind allerdings extremst gebogen. Einen Tod muss man bei Weitwinkel halt sterben. ;)

#4 unauffällig in mehrfacher Hinsicht - das Olympus 75mm f1.8. Das toll verarbeitete Objektiv ist für seine Brennweite so kompakt, dass es einerseits wenig Platz in der Tasche wegnimmt, aber vor allem an der Kamera nicht nicht nach einem 150mm Tele (vgl. KB-Sensor) aussieht. Das macht es unter anderem für unauffäliige Headshots perfekt. Tolle Schärfe, schneller AF, schönes Bokeh - gibt man nicht mehr her.

Der Rest in der Statistik ist praktisch vernachlässigbar. 17mm f2.8 und 12mm 2.0 laufen praktisch nur im Photobooth. Das 45mm f1.8 ersetzt das 42,5mm wenn es mal das ganz leichte Gepäck sein muss. Die sogenannte "Normalbrennweite" 25mm (also 50mm am KB-Sensor) ist einfach nicht meins - weder Fisch noch Fleisch und keine Motivation dafür das 17mm oder das 42,5mm von der Kamera zu nehmen. Ob daran das neue 25mm f1.2 etwas ändern kann bleibt abzuwarten. Das einzige Objektiv was tatsächlich einen festen Platz in der Hochzeitstasche hat ist das 7,5mm Fisheye von Samyang. Das wiegt nix, kost nix, ist scharf und verträgt sich ganz toll mit Gegenlicht - perfekt vor allem für große Gruppenfotos von oben im Abendlicht.

Was wird 2017 anders?

 Vieles. Oder nichts. Schau'n mer mal. Lightroom wird es mir irgendwann verraten. ;)

Equipment für Hochzeitsfotografie: Olympus PEN-F silber mit 17mm f1.8 und Olympus PEN-F schwarz mit Panasonic Leica Nocticron 42,5mm f1.2
Olympus PEN-F silber mit 17mm f1.8 und Olympus PEN-F schwarz mit Panasonic Leica Nocticron 42,5mm f1.2, Gurte von Tradewinds, handcrafted goods

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